29,9 Kilometer, 350 Höhenmeter und nach 1:27 Stunden wieder zurück in Neudrossenfeld – genau so darf eine Abendrunde aussehen. Nicht bloß ein bisschen ausrollen, sondern eine Strecke, bei der du schon merkst, dass du wirklich unterwegs warst. Los ging’s in Neudrossenfeld, dann erst mal Richtung Vorderer Lehen und oben entlang zur Autobahn. Über die Brücke bei Waldau rüber und weiter Richtung Schwingen. Dort zieht der Berg kurz an, bevor es auf der anderen Seite wieder runter nach Lindau geht. Sauberer Start, ohne großes Einrollen.
Ab Lindau ging’s weiter Richtung Trebgaster Badesee. In Trebgast dann über die Bahngleise und auf den Anfang der schwarzen Nordic-Walking-Runde. Genau da lag zwar ein Baum auf dem Weg, aber nichts Dramatisches – kurz drumrum oder das Rad einmal drüberheben, dann passt das schon. Eigentlich sollte es die schwarze Runde komplett werden, auch weil am Ende noch ein schöner Trail wartet. Einmal falsch abgebogen, also wurde der Teil fürs nächste Mal aufgehoben. Kann passieren. Ärgerlich für zwei Minuten, aber immerhin gibt’s jetzt schon den Grund für die nächste Runde.
Danach wieder zurück bis Trebgast und auf dem Radweg weiter Richtung Harsdorf. Von dort an der Straße entlang nach Pechgraben und dann rüber Richtung Hölle – was erst mal dramatischer klingt, als es ist, weil dort einfach ein Pferdehof liegt, an dem du vorbeifährst. Hinter Pechgraben wird die Runde nochmal richtig gut: weiter Richtung Treschenau und dann durch den Wald runter. Dort gibt’s einen richtig schönen Blick rüber zum Jura, plus eine Bank mit Tisch. Also genau so ein Platz, an dem man problemlos Brotzeit machen könnte. Diesmal blieb’s beim kurzen Anhalten, weil’s eben eine kompakte Abendrunde war und kein halber Samstag.
Von Dreschenau aus ging’s dann zurück Richtung Neudrossenfeld. Unterm Strich ist das eine starke Feierabendtour, weil sie auf kurzer Distanz ziemlich viel unterbringt: Anstiege, schnelle Stücke, Wald, ein kleiner Umweg über die schwarze Runde und am Ende noch ein Ausblick, für den sich das kurze Stoppen wirklich lohnt. Mit 20,6 km/h im Schnitt ist das auch keine Bummelrunde, sondern eher eine von der Sorte: kurz raus, ordentlich fahren, Kopf wieder frei.